"Wir möchten Sie zu einem Experiment einladen: Surfen Sie für einen begrenzten Zeitraum mit dem Fingerabdruck-Browser. Alle Spuren, die Sie im Laufe der Zeit im Internet hinterlassen, werden Ihnen angezeigt. Und was diese Spuren über Sie verraten, können Sie sich jederzeit auswerten lassen. Der digitale Fingerabdruck ist mehr, als nur ein geflügeltes Wort. http://open-trace.de/
Die Idee ist: Bei jedem Mausklick im WWW hinterlässt die Nutzerin oder der Nutzer einen sichtbaren Fingerabdruck. Diese Fingerabdrücke bleiben sichtbar - auf jeder folgenden Seite. Nach und nach ist das gesamte Browserfenster von Fingerabdrücken überzogen. Ein Klick auf einen der Abdrücke führt auf eine Info-Plattform zum Thema Privatsphäre im Internet.
Zwei Wege gibt es, um die Fingerabdrücke sichtbar zu machen:
1) Eine teilnehmende Seite bindet das unten aufgeführte JavaScript ein.
2) Der "Fingerabdruck-Browser" kann genutzt werden, der unter der URL http://open-trace.de/ zu finden ist. Damit kann das ganze ausprobiert werden. Das klappt dann auf jeder Website: Die angesteuerten Seiten müssen bei diesem Weg nicht an der Aktion teilnehmen.
Alle anfallenden Daten landen auf einem Server in einem Rechenzentrum in Bielefeld. Den Server adminsitriert ein dort arbeitendes Mitglied des FoeBuD und Chaos Computer Clubs, der direkt darauf aufpaßt, dass damit kein Unsinn passiert.
Damit die Aktion ein Erfolg wird, wäre es klasse, wenn möglichst viele Webmaster das JavaScript auf ihrer Seite einbinden.
Probiert es mal aus...
Nachfolgendes schreibt www.heise.de dazu (Auszug):
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung erhält Werbepreis und plant Großdemo
Edelmetall für den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung: Der Zusammenschluss von Datenschützern, Bürgerrechtlern und Internetsurfern hat gemeinsam mit der Hamburger Werbeagentur Nordpol+ beim weltweit wichtigsten Werbefestival in Cannes einen goldenen Löwen für das Projekt "Open-Trace.net" gewonnen. Bei der Webseite handelt es sich um ein Experiment zur Einschätzbarkeit der Überwachung im Internet. Zugleich erhielt die Arbeit im Rahmen der Preisverleihung in der vergangenen Woche noch einen silbernen Löwen in der Kategorie "Promotion" sowie zwei der tierischen Statuen in Bronze in den Bereichen Direktwerbung und Medienschaltung.